Pressemitteilung von Martin Sträßer MdL
Veröffentlicht am 06.09.2021

Landtagsabgeordnete Martin Sträßer und Dr. Christian Untrieser trafen Lilo Löffler vom Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) in Mettmann: „Wir müssen in und nach der Pandemie die sozialen Dienste stärken!“

Landtagsabgeordnete Martin Sträßer und Dr. Christian Untrieser trafen Lilo Löffler vom Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) in Mettmann: „Wir müssen in und nach der Pandemie die sozialen Dienste stärken!“

Personalengpässe bei der Betreuung besonders hilfs- und pflegebedürftiger Menschen sowie Gewaltschutz und Prävention, insbesondere durch bezahlbaren Wohnraum, waren einige der Themen, die Lilo Löffler (Geschäftsführerin SKFM Mettmann e.V.) im Gespräch mit den örtlichen Landtagsabgeordneten Martin Sträßer und Dr. Christian Untrieser auf dem Herzen lagen. Die CDU-Abgeordneten suchen regelmäßig Kontakt zu dem Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer, um sich über die Situation des Vereins und der von ihm vertretenden Menschen zu informieren.

Die gesetzliche Betreuung von Menschen ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die oft mit hohen Ansprüchen verbunden ist, weiß Löffler. Betreuer*innen dafür zu finden, sei daher eine echte Herausforderung. Dazu Sträßer und Dr. Untrieser: „Die gesellschaftliche Bedeutung der Betreuung wächst. Heute geht man oft erst in ein Heim, wenn die Pflegebedürftigkeit so hoch ist, dass es in der häuslichen Umgebung nicht mehr geht. Aber allein durch den demographischen Wandel wird es künftig im Ehrenamt immer weniger Menschen geben, die dafür zur Verfügung stehen.“

Hauptamtliche und ehrenamtliche Betreuer bringt das an ihre Grenzen. „Die Arbeiten in sozialen Feldern müssen künftig besser aufgestellt werden. Das bezieht sich insbesondere auf die personelle Aufstockung und auf die finanziellen Mittel aber ebenso auf die Auslegung des Betreuungsbehördengesetzes NRW (BtBG-NRW)“, so Sträßer und Untrieser. Beide Abgeordnete wollen dies in die Arbeit des Landtags mitnehmen.

Besonders wichtig war Löffler, den Abgeordneten das Thema "bezahlbarer Wohnraum“ nach Düsseldorf mitzugeben. Hürden abbauen, um den Menschen ein eigenes Zuhause und Platz für eine Familie bieten zu können, ist unter anderem einer der Grundpfeiler für die Gewaltprävention. Dazu Sträßer und Dr. Untrieser: “Land und Bund geben Mittel in Milliardenhöhe aus für den Wohnungsbau. Die Umsetzung geschieht aber vor Ort – durch öffentliche und private Investoren. Die Baukonjunktur ist hoch, aber ein Wohnungsangebot zu vergrößern ist eine komplexe Aufgabe.“ Oft fehlen geeignete Flächen. Die Neuausweisung ist in Zeiten, in denen mehr Flächenversiegelung zunehmend kritisiert wird, nicht einfach. Hier stehen soziale Ansprüche in Konkurrenz zum Umwelt- und Klimaschutz. Beide Abgeordnete sind sich trotzdem einig: „Wir müssen weiterhin auch auf die Schaffung bezahlbaren Wohnraums drängen.“

Hintergrund:

Ziel der Landesregierung ist es mehr Wohnraum zu schaffen, der für alle Menschen erschwinglich ist. Die Landesregierung investiert jährlich 1,1 Milliarden Euro in den öffentlich geförderten Wohnungsbau. Bis 2022 stehen 5,5 Milliarden Euro bereit - so viel Förderung wie noch nie.

Gefördert werden unter anderem der Bau und der Erwerb von selbst genutztem Eigentum. Auch Wohnungsgesellschaften, Genossenschaften und private Investoren erhalten Unterstützung, wenn sie Wohnungen und Einrichtungen mit umfassendem Leistungsangebot für Menschen mit Behinderungen errichten oder Mietwohnungen zu bezahlbaren Preisen neuschaffen. Darüber hinaus sind auch die Modernisierung von bestehenden Wohnungen und Eigenheimen, vor allem der Abbau von Barrieren und die energetische Erneuerung sowie die Aufbereitung von Brachflächen in diesem Zusammenhang, förderfähig.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.mhkbg.nrw/sites/default/files/media/document/file/2021_02_17_WoFP_2021_FINAL.pdf